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Industrielle Regalanlagen

Einfahrregale und Durchfahrregale

Wenn große Mengen gleichartiger Artikel auf begrenztem Raum untergebracht werden müssen, sind Einfahr- und Durchfahrregale die platzsparendste Lösung unter den konventionellen Regalsystemen: der Stapler fährt direkt in den Kanal ein, wodurch die meisten Bediengänge entfallen. Rejuva berät herstellerunabhängig bei Planung und Montage dieser Kompaktlagersysteme.

Einfahrregal mit einem Stapler, der zwischen den Stützenrahmen in den Kanal einfährt

Einfahrregal und Durchfahrregal: der Unterschied

Beide Systeme beruhen auf demselben Konstruktionsprinzip, nämlich tiefen Lagerkanälen, in die der Stapler einfährt, um Paletten auf seitlichen Konsolträgern abzusetzen. Der Unterschied liegt in der Zugänglichkeit und damit in der Warenrotation.

Beim Einfahrregal gibt es nur eine Zugangsseite. Der Stapler fährt in den Kanal, setzt die Palette auf dem hintersten freien Platz ab und verlässt den Kanal rückwärts, sodass die zuletzt eingelagerte Palette vorne steht und als erste wieder entnommen wird. Das ergibt das LIFO-Prinzip und eignet sich für Produkte, bei denen die Reihenfolge der Auslagerung keine Rolle spielt.

Beim Durchfahrregal ist der Kanal von beiden Seiten zugänglich. Paletten werden von einer Seite eingelagert und von der gegenüberliegenden Seite entnommen, woraus sich das FIFO-Prinzip ergibt. Das System verlangt allerdings einen zusätzlichen Gang auf der Entnahmeseite und braucht deshalb etwas mehr Fläche als ein Einfahrregal.

Aufbau und Funktionsweise

Einfahr- und Durchfahrregale bestehen aus Stützenrahmen, die die vertikale Struktur bilden, und seitlichen Konsolträgern, auf denen die Paletten abgestellt werden. Anders als beim konventionellen Palettenregal gibt es keine Längsträger zwischen den Stützen, weil der Stapler in den Kanal hineinfahren muss. Die Paletten werden quer zu den Konsolen abgesetzt, sodass die Gabel unter die Palette greift, sie anhebt und auf den Konsolen ablegt.

Wie viele Palettenplätze hintereinander ein Kanal aufnimmt, ist eine Planungsentscheidung und keine Vorliebe: sie folgt daraus, wie viele Paletten je Artikel Sie halten, wie oft der Block bewegt wird und wie weit ein Stapler mit angehobener Last sicher einfahren kann. Je tiefer der Kanal, desto höher die Lagerdichte und desto eingeschränkter der Zugriff auf eine einzelne Palette.

Was Kompaktlagerung Ihnen bringt

  • Fläche, die vorher Gang war

    Weil der Stapler in den Kanälen arbeitet statt zwischen jeder Reihe, sinkt die Zahl der Bediengänge und die Zahl der Stellplätze steigt, ohne dass die Halle größer wird.

  • Übersichtliche Bestände

    Pro Kanal wird nur eine Artikelart gelagert, was die Bestandskontrolle vereinfacht und Verwechslungen beim Ein- und Auslagern unwahrscheinlicher macht.

  • Ein günstiger Stellplatz

    Die Investitionskosten pro Stellplatz liegen unter denen der meisten anderen Kompaktlagersysteme, weil die Konstruktion ohne bewegte Teile auskommt.

  • Kein Eingriff ins Gebäude

    Die Konstruktion ist unkompliziert genug, um in nahezu jeder vorhandenen Lagerhalle umgesetzt zu werden, ohne bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen.

Wann ist welches System die richtige Wahl?

Das Einfahrregal ist die richtige Wahl, wenn wenige verschiedene Artikel in großen Mengen gelagert werden und die Reihenfolge der Auslagerung keine Rolle spielt. Typische Anwendungen sind Rohstoffe, Verpackungsmaterial, saisonale Ware und Produktionsüberschüsse. Es benötigt nur einen Bediengang und bietet damit die höhere Lagerdichte der beiden.

Das Durchfahrregal eignet sich, wenn eine kontrollierte FIFO-Rotation erforderlich ist, etwa bei verderblichen Waren, Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum oder Chargenware in der Pharma- und Chemieindustrie. Es braucht zwei Bediengänge, bietet dafür aber die Sicherheit, dass die älteste Ware zuerst das Lager verlässt.

Einsatzbereiche, Planung und Montage

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ermöglichen diese Systeme die kompakte Lagerung großer Chargen bei kontrollierter Rotation. In Kühl- und Tiefkühllagern reduziert die hohe Lagerdichte das zu kühlende Volumen, was sich unmittelbar im Energieverbrauch niederschlägt. In der Baustoff- und Schwerindustrie lagern sie schwere, gleichartige Produkte platzsparend, und in der Automobilindustrie dienen sie als Pufferlager zwischen Produktion und Versand.

Die Planung erfordert eine genaue Analyse der Artikelstruktur, der Palettenabmessungen, der geforderten Kanaltiefe und der Staplertechnik. Rejuva übernimmt die herstellerunabhängige Beratung, die Layoutplanung und die normgerechte Montage nach DIN EN 15512 und DIN EN 15635. Auch die Kombination mit anderen Regalsystemen innerhalb desselben Lagers ist möglich und wird bei Bedarf in die Planung aufgenommen.

Ein Projekt im Kopf?

Beschreiben Sie, was in der Halle passieren muss, und wir melden uns mit einem Vorgehen, dem Spezialisten, der es ausführen würde, und einem Budget, mit dem Sie arbeiten können.