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Industrielle Regalanlagen

Kabeltrommelregale

Kabeltrommeln, Spulen und Rollen mit Wickelgut lassen sich in Standardregalen nicht effizient lagern, weil ihre runde Form, ihr Gewicht und ihre unterschiedlichen Durchmesser ein eigens darauf ausgelegtes System verlangen. Kabeltrommelregale ermöglichen die vertikale, sichere und platzsparende Lagerung von Trommeln aus Holz, Kunststoff oder Stahl. Rejuva berät Unternehmen aus der Kabel-, Elektro- und Metallindustrie herstellerunabhängig.

Kabeltrommelregal mit mehreren Trommeln auf Trommelwellen im Lager

Welche Güter in Kabeltrommelregalen gelagert werden

Kabeltrommelregale sind für alle linear wickelbaren Güter konzipiert, die auf Trommeln oder Spulen geliefert und gelagert werden: Elektrokabel, Datenleitungen, Glasfaserkabel, Stahlseile, Draht, Bänder, Schläuche und Ketten.

Diese Produkte kommen in sehr unterschiedlichen Durchmessern und Gewichten vor, und ein geeignetes Regalsystem muss diese Varianz abbilden können, ohne dass für jede Trommelgröße ein eigenes Regal gebraucht wird. Genau daran scheitert der Versuch, Wickelgut in vorhandenen Fachbodenregalen unterzubringen.

Zwei Regaltypen: Trapezregal und Blockregal

Im industriellen Einsatz haben sich zwei Grundtypen etabliert, die sich in der Art der Bedienung unterscheiden und damit auch darin, wofür sich das Lager überhaupt eignet.

  • Trapezregale

    Schrägrollsysteme für die manuelle Kommissionierung: die Trommeln liegen auf leicht geneigten Trommelwellen und werden von Hand abgerollt. Die Neigung erleichtert das Abrollen, während das Wellenlager die Trommel zugleich mechanisch bremst. Die übliche Wahl für Auslieferungslager und Vertriebsstandorte, an denen Wickelgut kundenspezifisch zugeschnitten wird.

  • Blockregale

    Für schwere und schwerste Trommeln ausgelegt und maschinell bedient: Be- und Entladung mit dem Gabelstapler, Ab- und Aufspulen über angetriebene Wickelmaschinen. Blockregale verfügen über Trommelbremsen, die ein unkontrolliertes Nachrollen verhindern, und sind als Grund- und Anbauregale in der Länge erweiterbar.

Aufbau und Konfiguration

Die Höhe der Trommelhalterungen ist per Raster oder Verschraubung einstellbar, sodass Trommeln mit unterschiedlichen Außendurchmessern in einem Regal untergebracht werden können. Welche Regalhöhen, Feldbreiten und Wellendurchmesser in Frage kommen, ergibt sich aus dem Bestand, den Sie tatsächlich lagern, und wird bei der Planung festgelegt.

Jede Kabeltrommel benötigt ein rechtes und ein linkes Wellenlager. Die Beladung erfolgt bei Trapezregalen von vorn, bei Blockregalen seitlich per Stapler. Beim Aufsetzen ist auf eine mittige Positionierung zu achten, damit das Gewicht gleichmäßig über das Regal verteilt wird, und die Tragkraft der Welle muss das Gesamtgewicht aus Trommel und Wickelgut in jedem Fall übersteigen.

Sicherheit und Bedienung

Beim manuellen Abrollen sorgt die Reibung des Wellenlagers für eine grundlegende Bremswirkung. Für maschinelles Abrollen sind zusätzliche Trommelbremsen zwingend erforderlich, weil die Trommeln sonst unkontrolliert nachlaufen.

In beiden Fällen muss das Abrollen langsam und gleichmäßig erfolgen. Ruckartiges Abrollen kann dazu führen, dass übermäßig viel Wickelgut ausrollt oder die Trommel aus ihrem Wellenlager herausklettert. Automatische Abschaltvorrichtungen und Rückhaltesysteme in modernen Kabeltrommelregalen sind genau dafür da und gehören in die Anlagenspezifikation, nicht in die Zubehörliste.

Einsatzbereiche, Planung und Montage

In der Kabel- und Elektroindustrie lagern diese Regale Energie- und Datenkabel für Großhandel und Projektlogistik. In der Stahl- und Metallindustrie dienen sie der Aufbewahrung von Drahtseilen, Bandstahl und Schweißdraht, in der Bauindustrie werden Schläuche, Leerrohre und Bewehrungsdraht auf Trommeln gelagert, und in Auslieferungslagern des Elektrogroßhandels ermöglichen sie die kundenspezifische Konfektionierung direkt am Regal.

Die Konfiguration richtet sich nach den zu lagernden Trommeldurchmessern, den Gewichten, der gewünschten Regalhöhe und der Art der Bedienung. Rejuva berät herstellerunabhängig und plant so, dass sowohl der aktuelle Bestand als auch absehbare Erweiterungen abgedeckt sind. Die Montage erfolgt normgerecht und dokumentiert.

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