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Industrielle Regalanlagen

Dynamische Regalsysteme

In Lagern mit hohem Warenumschlag und großen Mengen gleichartiger Artikel stoßen statische Regale an ihre Grenzen. Dynamische Regalsysteme lösen das, indem sie die Ladeeinheit innerhalb des Kanals selbst zur Entnahmeseite bewegen, was die Lagerdichte erhöht und die Rotation kontrolliert, ohne dass jemand darauf achten muss. Rejuva berät herstellerunabhängig bei Auswahl, Planung und Montage.

Dynamisches Regal mit Paletten auf geneigten Rollenbahnen im Durchlaufkanal

Das Funktionsprinzip dynamischer Regale

Das Grundprinzip aller dynamischen Regalsysteme ist die Bewegung der Ladeeinheit innerhalb des Regalkanals. Anders als im statischen Regal, wo jede Palette an einem festen Platz steht und einzeln angefahren werden muss, wandern die Ladungsträger selbstständig von der Einlagerungs- zur Entnahmeseite, entweder schwerkraftgesteuert über leicht geneigte Rollenbahnen oder motorisch angetrieben.

Daraus ergeben sich zwei Bauformen, die sich weniger in der Technik als in der Rotation unterscheiden, und die Wahl zwischen ihnen folgt fast immer daraus, ob Ihre Ware ein Datum trägt.

Zwei Bauformen, zwei Rotationen

  • Durchlaufregale nach FIFO

    Die Paletten werden an der Rückseite eingelagert und gleiten über geneigte Rollenbahnen zur Entnahmeseite an der Vorderseite. Wird eine Palette entnommen, rückt die nächste automatisch nach. Ein- und Auslagerung liegen auf gegenüberliegenden Seiten, sodass sich die Stapler nicht behindern. Das ist die Bauform für Ware mit Verfallsdatum, etwa in der Lebensmittel-, Getränke- oder Pharmaindustrie.

  • Einschub- und Push-Back-Regale nach LIFO

    Ein- und Auslagerung erfolgen von derselben Seite. Beim Einlagern schiebt der Stapler die neue Palette in den Kanal und drückt die vorhandenen nach hinten; bei der Entnahme gleitet die hinterste Palette schwerkraftgesteuert wieder nach vorne. Das System braucht nur einen Bediengang und passt zu Rohstoffen, Verpackungsmaterial und saisonaler Ware mit langer Haltbarkeit.

Was der Wechsel auf ein dynamisches System verändert

Die Lagerdichte steigt, weil weniger Bediengänge gebraucht werden als bei konventionellen Palettenregalen. Die Warenrotation ist systembedingt kontrolliert, nach FIFO oder LIFO, ohne dass die Staplerfahrer darauf achten müssen, was in der Praxis der Unterschied zwischen einer Vorschrift und einer eingehaltenen Vorschrift ist.

Die Kommissionierleistung erhöht sich, weil die Ware von selbst an die Entnahmeposition nachrückt und die Fahrwege kürzer werden. Und die Betriebssicherheit verbessert sich, weil Rückhaltevorrichtungen und Bremssysteme ein unkontrolliertes Durchrutschen der Paletten verhindern.

Konstruktion und Komponenten

Dynamische Regalsysteme bestehen aus Stützenrahmen, Längsträgern und den eigentlichen Durchlaufkanälen mit ihren Rollenbahnen. Die Rollen werden aus elektrogeschweißtem Stahlrohr gefertigt und in dem Durchmesser gewählt, den das Palettengewicht verlangt. An den Kanalausgängen sorgen Rückhaltevorrichtungen dafür, dass die vorderste Palette sicher an der Entnahmeposition steht und der Andruck der nachfolgenden Paletten kontrolliert bleibt.

Geteilte Rollen an den Ein- und Ausgängen erleichtern das Absetzen und Entnehmen, und klappbare Kanaleinheiten in der untersten Ebene ermöglichen den Zugang für Reinigung und Wartung, was bei einem System, das über Jahre unter Last läuft, kein Detail ist.

Einsatzbereiche, Planung und Montage

Dynamische Regale kommen überall dort zum Einsatz, wo große Mengen gleichartiger Artikel auf begrenztem Raum mit kontrollierter Rotation bewegt werden: in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wo FIFO Pflicht ist, in der Pharmaindustrie mit chargengerechter Auslagerung, in der Automobilindustrie als Puffer zwischen Produktion und Versand, in Kühl- und Tiefkühllagern, wo der geringere Raumbedarf die Energiekosten senkt, und in der Konsumgüterindustrie bei hoher Umschlagsfrequenz auf begrenzter Fläche.

Welches System das richtige ist, hängt von der Artikelstruktur, den Palettenformaten, den Gewichten und der geforderten Durchsatzleistung ab. Rejuva analysiert Ihre Lageranforderungen und empfiehlt herstellerunabhängig den Kompromiss aus Lagerdichte, Zugriffsgeschwindigkeit und Investitionsaufwand, der zu Ihrem Betrieb passt. Die Montage erfolgt normgerecht nach DIN EN 15512 und DIN EN 15635, mit dokumentierter Endabnahme.

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