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Industrielle Regalanlagen

Kommissionierregale

In Lagern mit hoher Artikelvielfalt und häufiger Einzelentnahme entscheidet die Kommissionierung über Geschwindigkeit und Fehlerquote der gesamten Auftragsabwicklung. Kommissionierregale sind darauf ausgelegt, den Zugriff auf einzelne Artikel zu beschleunigen und Fehlgriffe zu reduzieren. Rejuva berät herstellerunabhängig bei Auswahl, Planung und Montage.

Mehrstöckiges Kommissionierregal mit Kartons und Kleinteilen an der Entnahmefront

Was Kommissionierregale von Standardregalen unterscheidet

Ein gewöhnliches Lagerregal ist darauf ausgelegt, möglichst viele Ladeeinheiten auf engem Raum unterzubringen. Ein Kommissionierregal verfolgt ein anderes Ziel, nämlich dass einzelne Artikel schnell identifiziert, gegriffen und entnommen werden können, und alles an der Konstruktion folgt daraus.

Dafür verfügen diese Regale über angepasste Fachunterteilungen, geneigte Durchlaufebenen, Entnahmeschächte oder Schubfächer. Regalböden und Fachhöhen sind flexibel einstellbar, damit unterschiedliche Artikel- und Gebindegrößen in derselben Anlage untergebracht werden können, ohne dass eine von beiden schlecht bedient wird.

Varianten von Kommissionierregalen

Die vier Bauformen unterscheiden sich vor allem im Automatisierungsgrad, und der richtige liegt dort, wo der Durchsatz die manuelle Arbeit gerade zu überfordern beginnt.

  • Manuelle Fachbodenregale

    Die einfachste Form, bei der die Mitarbeiter die Artikel direkt aus den Fächern entnehmen. Passend für ein überschaubares Sortiment bei moderatem Durchsatz, schnell aufgebaut und jederzeit erweiterbar.

  • Stückgut-Durchlaufregale

    Nach dem FIFO-Prinzip von der Rückseite bestückt und an der Vorderseite entnommen, wobei die Artikel auf Rollenbahnen oder Röllchenleisten schwerkraftgesteuert nachrücken. Bestückung und Kommissionierung finden auf getrennten Seiten statt und behindern sich nicht.

  • Teilautomatisierte Systeme

    Konventionelle Regalstrukturen kombiniert mit Fördertechnik oder Regalbediengeräten, die Behälter und Tablare an den Arbeitsplatz bringen. Für mittlere bis hohe Durchsatzleistungen, mit spürbar geringerer körperlicher Belastung.

  • Vollautomatische Systeme

    Nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip: ein Lagerverwaltungssystem steuert Shuttles oder Regalbediengeräte, die den richtigen Behälter an einen stationären Arbeitsplatz bringen, wo der Kommissionierer entnimmt und bestätigt. Höchste Durchsatzleistung bei geringster Fehlerquote.

Bestehende Regale umrüsten statt neu kaufen

In vielen Fällen müssen keine neuen Regale angeschafft werden. Vorhandene Fachboden- oder Palettenregale lassen sich durch den Einbau von Durchlaufebenen, Schubfächern oder geneigten Regalböden zu Kommissionierregalen umrüsten, wobei die vorhandene Regalstruktur erhalten bleibt und nur die Fachausstattung angepasst wird.

Ob das im konkreten Fall sinnvoll ist oder ob ein neues System die bessere Option darstellt, lässt sich nicht aus dem Katalog beantworten. Rejuva prüft es vor Ort und sagt es Ihnen auch dann, wenn die Antwort die kleinere Auftragssumme bedeutet.

Einsatzbereiche und Planung

Kommissionierregale kommen überall dort zum Einsatz, wo Einzelartikel oder Kleinmengen aus einem breiten Sortiment zusammengestellt werden. In der E-Commerce- und Versandlogistik bilden sie das Rückgrat der Auftragsbearbeitung, in der Lebensmittelindustrie ermöglichen sie die hygienekonforme Lagerung und schnelle Entnahme verderblicher Ware, im Ersatzteilhandel und in der Produktion halten sie Werkstücke und Verbrauchsmaterialien griffbereit, und im pharmazeutischen Umfeld unterstützen sie die chargengerechte Kommissionierung.

Die Auswahl hängt von der Artikelanzahl, den Entnahmefrequenzen, den Gebindegrößen und dem gewünschten Automatisierungsgrad ab. Rejuva analysiert Ihre Kommissionierprozesse und empfiehlt herstellerunabhängig das System mit dem für Sie passenden Verhältnis aus Geschwindigkeit, Ergonomie und Investitionsaufwand. Die Montage erfolgt normgerecht und dokumentiert, auch bei Integration in bestehende Lagerinfrastruktur.

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